Die 15-Minuten-Gemeinde
Ein wichtiges Ziel der Städteplanung ist die 15-Minuten-Stadt: Eine Stadt, in der man die wichtigsten alltäglichen Einrichtungen und Angebote zu Fuß oder mit dem Fahrrad in maximal 15 Minuten erreichen kann: Haltestellen des ÖPNV, Supermarkt, Ärzte, Apotheke, Gaststätten, Schulen, Kitas, Spielplätze, Krankenhäuser, Schwimmbäder. Natürlich muss man differenzieren zwischen Geschäften, die man jeden Tag braucht und Einrichtungen, die man nur gelegentlich benötigt wie Fachärzten und Krankenhäusern.
Wenn man alltäglich Ziele zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kann, ist das ein großer Gewinn für die Lebensqualität, egal ob man arm oder reich, jung oder alt ist. Man braucht im Alltag kein Auto, schont die Umwelt und das Klima und lebt gesünder, wenn man sich zu Fuß oder auf dem Rad bewegt.
Man lebt billiger, wenn man kein eigenes Auto braucht und kann ausnahmsweise auch ein Auto leihen, ein Taxi rufen oder auf Carsharing zurückgreifen.
Die 15-Minuten-Gemeinde haben wir teilweise erreicht, zumindest, wenn man das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzen kann.
Verbesserungsbedarf besteht trotzdem: Die Straßen sind schmal und voll von Autos, selbst die Gehsteige sind zugeparkt, so dass man gerade mit Kinderwagen oder Rollator nicht mehr vorbeikommt. Es gibt Fahrradwege nur stellenweise und meist in Kombination mit Fußwegen. Neckarhausen und Neu-Edingen sind im ÖPNV nicht ganz so gut angebunden, was vor allem für ältere Menschen schlecht ist, die nicht mehr Fahrrad und vielleicht auch nicht mehr Auto fahren können. Aber auch da gibt es Möglichkeiten an die man nicht immer denkt.
Fußwege mit Hindernissen

In vielen Straßen unserer Gemeinde ist für Zu-Fuß-Gehende einfach kein Platz übrig. Auf beiden Seiten der Straße parken Autos, die sich halb auf den Gehsteig stellen, um nicht die ganze Straße zu blockieren.
Da ist für Menschen mit Kinderwagen oder Rollator, für Gehbehinderte mit Rollstuhl oder für Kinder, die eigentlich mit dem Fahrrad auf dem Gehsteig fahren sollen, absolut kein Platz mehr.
Eine Idee, die in einigen Straßen schon umgesetzt ist: Die ganze Straße als Spielstraße ausweisen, Fußgänger können die Mitte der Straße benutzen und Autos parken eng an der Hauswand.
Fahrradfahrer:innen sind nicht alle gleich. Es gibt
– sportliche Rennradler:innen,
– Pendler:innen, die schnell von A nach B wollen,
– Genussradler:innen, die spazierenfahren,
– Kurzstreckenradler:innen im Dorf
Der Neckarweg wäre schön zum Spazierenfahren, aber
schnelle Radler und gemütliche zu Fuß Gehende kommen
immer wieder in Konflikte.
Fahrradfahren ist kostengünstig, gesund, macht Freude und man ist recht schnell unterwegs, auch wenn die Bedingungen in unserer Gemeinde nicht optimal sind. Auf vielen kurzen Strecken ist man sogar schneller als mit dem Auto.
Vor allem ist Fahrradfahren umweltfreundlich und nutzt dem Klima, denn es wird kein CO2 erzeugt. Auch kleine Transporte kann man durchführen. Wer keinen Anhänger oder Lastenrad besitzt kann auch eins ausleihen. Es steht direkt vor dem Rathaus in Edingen und kann über den folgenden Link gebucht werden:
https://last-en.bike/